KUNE rennt und rennt und rennt

Diese Woche war es endlich so weit! Unser Projekt "KUNE rennt" wurde zum Leben erweckt.

Die Idee des Projekts ist ein wöchentliches Spiel- und Sportprogramm mit den Bewohnern der Notunterkunft Brünnen durchzuführen. Dabei soll ermöglicht werden, dass eine Schweizer Gruppe  mit den Bewohnern der Notunterkunft wöchentlich zusammenkommt und das tut, was auf dieser Welt alle Menschen verbindet: Sport.

Die Vorbereitungen dazu hatten schon Ende 2016 begonnen. Damals haben wir verschiedene Asylzentren in Bern angefragt, ob Interesse für einen wöchentlichen Lauftreff besteht. Die Reaktionen auf unsere Idee waren allesamt sehr positiv, so dass wir zuerst einen Loop planten, bei dem verschiedene Zentren abgelaufen werden und die Teilnehmer jeweils einen Teil zusammen laufen und schliesslich wieder bis nach Hause laufen können. Schnell wurde aber klar, dass diese Idee logistisch nicht realisierbar ist, wir sind schliesslich keine Marathonläufer ;) So müssen wir uns - zumindest vorerst - auf ein Zentrum beschränken. Bei der NUK Brünnen schätzten wir unsere Chancen auf möglichst viele Teilnehmer am grössten ein und auch das Gebiet um Brünnen (mit dem Bremgartenwald und der schnell ländlich werdenden Gegend) eignet sich besonders gut für eine solche Idee.

Ein nächstes Problem, welches sich uns stellte, war das Organisieren der nötigen Sportbekleidung. Die meisten Bewohner der Unterkunft besassen nämlich nur nicht-wintertaugliche oder gar keine Sportkleider. Mit einer Sammelaktion über Facebook und über unsere Bekanntenkreise konnten wir aber innerhalb von einer halben Woche genug Schuhe, Hosen, T-Shirts und Pullover organisieren. An dieser Stelle nochmals vielen Dank!

So konnten wir über Facebook die benötigten Sportkleider auftreiben (p.s. Danke http://www.simonkiener.ch !)

So konnten wir über Facebook die benötigten Sportkleider auftreiben (p.s. Danke http://www.simonkiener.ch !)

Am Dienstagnachmittag versammelten wir uns, um die gespendeten Kleider zu Päckchen für die Teilnehmer zusammenzustellen. Wir hatten bei einer ersten Vorstellungsrunde in der NUK Brünnen nämlich von allen Teilnehmern mit Bedarf an einzelnen Kleidungsstücken ihre Grössen notiert. So war es uns möglich, gezielt nur das zu sammeln, was wir auch brauchen würden. Nach dem Verpacken machten zwei von uns sich auf den Weg nach Brünnen, um die Kleider und Schuhe abzugeben, die Teilnehmer zu mobilisieren und später am Abend dann loszujoggen.

Hier werden die Sportkleider für die Teilnehmer zusammen gestellt

Hier werden die Sportkleider für die Teilnehmer zusammen gestellt

Als wir am Abend dann alle eingetroffen waren, konnte es losgehen: Die Stimmung war schon in der Unterkunft sehr fröhlich und ansteckend und wir waren alle richtig motiviert, endlich mit unserem neuen Projekt loszulegen. Insgesamt waren wir 15 Läufer, vier davon Kune-Mitglieder. Zusätzlich haben sich unterwegs noch zwei spontane Jogger zu uns gesellt. Mit 17 Leuten ging es also am Einkaufszentrum vorbei, aufs Land und in den Wald. Zum Glück hatten wir noch unsere Kune-Volunteer-Westen aus Griechenland eingepackt und verteilt. So waren wir für Autos sichtbar und niemand ging verloren. Eine Stunde waren wir etwa unterwegs. Dabei konnten wir mit einzelnen Teilnehmern sprechen, witzeln und auch etwas leiden, als die Steigung einfach kein Ende nehmen wollte.. Einige Teilnehmer begaben sich schnell an die Spitze und waren allen immer voraus, während andere sich etwas überschätzt hatten und trotz ihren Verletzungen mitgekommen waren. So zog sich die Gruppe immer mehr auseinander. Trotzdem gab es aber eine gute Gruppendynamik und es wurde Rücksicht aufeinander genommen. Es war für alle Bedürfnisse schlussendlich was dabei und alle kamen zufrieden wieder nach Hause.

Wir freuen uns schon sehr auf den nächsten Dienstag und hoffen auf längere Tage und gutes Wetter! Bestimmt wächst unsere Gruppe noch mehr und auch du bist herzlich willkommen teilzunehmen! Bei Interesse melde dich doch auf info@kuneaid.org oder via PN auf unserer Facebook Gruppe! Bis bald! Euer KUNE rennt Team