Die grosse Lieferung

Langsam schiebt sich der Sattelschlepper durch das enge Tor. Die Maschine heult auf und zieht mit ganzer Kraft den bis oben gefüllten Container über die Schwelle. Nach einem aufwendigen Wendemanöver wird der Container direkt vor dem Eingang zu Attika geöffnet. Das ganze Team spürt die Aufregung. «Fast wie Weihnachten», geht es einigen durch den Kopf. Hinter der Türe erscheinen tonnenweise Kisten mit Kleidern. Nun beginnt die harte Arbeit. Jede Kiste wird aus dem LKW getragen und in die richtige Ecke von Attika gestellt. Schnell werden die Platzverhältnisse enger und das Durchkommen immer schwieriger. Langsam wird allen bewusst, was diese grossartige Lieferung aus England für ein Ausmass hat.

Ein grosser Container erreicht Attika. 

Ein grosser Container erreicht Attika. 

Das Sortieren der Kisten beanspruchte Tage. Ausserdem mussten immer wieder Stichkontrollen gemacht werden, ob die Kleidung auch korrekt sortiert wurde. Langsam und nur mit der Hilfe von vielen Volunteers wurde wieder Ordnung geschaffen in Attika. Endlich konnten die knappen Güter wieder aufgefüllt werden. Und schon am selben Tag der Lieferung wurden die ersten Organisationen mit den langersehnten Gegenständen beliefert.

Die Kleider und Kisten stapeln sich in Attika.

Die Kleider und Kisten stapeln sich in Attika.

Seit einigen Wochen hat sich ausserdem ein Team gebildet, welches Zugang zu den Camps erhalten hat. Das ist für uns eine riesige Möglichkeit, die Effizienz zu steigern und Probleme und Engpässe frühzeitig zu erkennen. Dieses Team kommt nun mehrmals täglich nach Attika, um die benötigten Kleider und Hygieneprodukten abzuholen. Die Kommunikation unter den Organisationen wird laufend verbessert. So kann immer effizienter gearbeitet werden.

Auch andere Organisationen kommen nach Attika, um Güter abzuholen und sie den Menschen auf der Flucht zu verteilen. 

Auch andere Organisationen kommen nach Attika, um Güter abzuholen und sie den Menschen auf der Flucht zu verteilen. 

Momentan konzentrieren wir uns darauf, die Kleider möglichst schnell an die Leute zu verteilen. Der Winter geht noch immer mindestens eineinhalb Monate und wir wissen nicht, ob es nochmals einen Kälteeinbruch geben wird. Glücklicherweise haben wir aus der Schweiz erfahren, dass ein Ersatz-Auto gefunden wurde. Somit können wir die Arbeit auf weiteres fortsetzen.

Das erschöpfte aber glückliche Team vor Attika nach einem Tag Kleider sortieren.

Das erschöpfte aber glückliche Team vor Attika nach einem Tag Kleider sortieren.