Blick in die Zukunft

Nach einem intensiven und ereignisreichen Sommer warten neue und spannende Herausforderungen auf uns. Wie bereits angetönt haben wir entschieden, uns ein Stück weit neu zu orientieren und zukünftige Aktivitäten im In- und Ausland zu planen. Unsere Volunteers sind Mitte September aus Griechenland zurückgekehrt und die Projekte, welche wir vor Ort unterstütz haben, laufen weiter. In Griechenland wird es immer schwieriger werden, Projekte ausserhalb der grossen Zentren durchzuführen und für uns ist es nicht einfach, Zutritt zu den Zentren zu erhalten, da unsere Volunteers meist nicht über längere Zeit vor Ort sein können. Meistens hatte dieser Zutritt mithilfe von Partnerorganisationen gut funktioniert. Auch die langen Reisewege, welche fast nur mit dem Flugzeug bewältigt werden konnten, entsprechen nicht besonders unserer Idee von nachhaltiger Arbeit. Voller Motivation und Tatendrang orientieren wir uns weiter, um unser Engagement den Flüchtenden entgegenzubringen. So sind zwei Hauptideen entstanden:

Viele von uns würden gerne aktiv bei Projekten mithelfen, haben jedoch nicht die Kapazität für längere Zeit nach Griechenland zu reisen. Als optimale Lösung bietet sich ein «zweites Standbein» in der Schweiz an. Momentan klären wir ab, in welchem Rahmen und mit welchen spezifischen Zielgruppen das Bedürfnis für Aktivitäten in Unterkünften für Flüchtende besteht. Unser Angebot soll die Leute motivieren, ihnen eine sinnvolle Beschäftigung bieten, den Kulturaustausch fördern und gegenseitigen Spass und Freude garantieren. Zudem ist es uns wichtig, auf die Bedürfnisse von Asylsuchenden einzugehen. So ist unsere Vorstellung eine monatlich stattfindende Aktivität direkt in einem Zentrum zu organisieren, welche sich z.B. an die Jugendlichen oder an Frauen richtet. Gerne möchten wir unsere Spendengelder in Bedürfnisse investieren, welche langfristig bestehen, wie z.B. Schulmaterialien oder ähnliches. Für uns von KUNE Aid bieten solche Aktivitäten die ideale Möglichkeit, nebst den Einsätzen im Ausland, den direkten Kontakt mit den Flüchtenden auch in der Schweiz beizubehalten. Der Charakter unserer Projekte wird sich dadurch etwas verändern. Wir sind jedoch offen für Neues und hoffen auf Anklang unserer Projekte.

Weiter besteht momentan die Idee, die Arbeit von verschiedenen Deutschschweizer Hilfsorganisationen zu koordinieren, damit zusammen gearbeitet wird und Synergien genutzt werden können. Momentan laufen erste Workshops und Gespräche, wie ein solcher «Verbund» aussehen könnte und wie dieser organisiert werden wird. Es bestehen noch keine fixen Beschlüsse und wir von KUNE Aid freuen uns, von Anfang an dabei sein zu dürfen. Wir könnten zum Beispiel unsere Nähe zu möglichen Volunteers nutzen und andere Organisationen unterstützten, für welche es schwierig ist helfende Hände zu mobilisieren. Gerne würden wir auch monatliche Fahrten mit Hilfsgütern und evtl. Volunteers nach Griechenland anbieten und uns bei gemeinsamen Aktionen einbringen. Wir sind sehr gespannt auf die nächsten Treffen mit anderen Hilfsorganisationen und freuen uns auf eine engere Zusammenarbeit.

Über unsere neuen Projekte werden wir euch auf dem Laufenden halten. Schaut auch auf unserer Facebook Seite vorbei, dort werden wir auf verschiedene Events und aktuelle Ereignisse verweisen.

Ein grossartiger Event hat gestern in Bern stattgefunden. Zusammen mit anderen Hilfsorganisationen aus der Schweiz haben wir in Bern im Rahmen einer grossen Sammelaktion für die Flüchtenden in Griechenland und Como Kleider, Zelte, Nahrungsmittel sowie Gebrauchsgegenstände gesammelt. Das Engagement der Bevölkerung war riesig, sodass viele wertvolle Spenden gesammelt, sortiert und für den Transport bereit gemacht werden konnten. 400 Kisten werden nun nach Como, Lesbos und in die Camps auf dem Festland von Griechenland verteilt. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle fleissigen Helfer und Spender!

 

Sammelaktion in Bern. 

Sammelaktion in Bern.