Helping out in Elleniko

Es ist eine Weile her, seit wir uns hier gemeldet haben. Nicht etwa, weil nicht viel lief. Es läuft andauernd viel, die letzten Tage besonders. Aber alles der Reihe nach. 

Erstmals wurden wir auch mit der politischen Diskussion über die Flüchtlinge konfrontiert. Die Golden Dawns sind eine rechtsextreme, fremdenfeindliche Hass-Partei, welche in diesen Tagen Demonstrationen um den Hafen veranstaltete. Wir wurden dazu angehalten, die Refugees dazu zu bewegen, den Hafen nicht zu verlassen. Die Golden Dawns sind nämlich bekannt für gewalttätige Ausschreitungen. Als sich dann vor unserem Gate E2 eine grosse Menschenmasse versammelte, war uns allen sehr mulmig zumute. Hektisch versuchten wir alle Flüchtlinge nach drinnen zu bringen. Als die Demonstration beim Camp ankam, waren wir aber erleichtert zu erfahren, dass es sich bei den Potestierenden um die antifaschistische Organisation Antifa handelte. Sie forderten offene Grenzen und eine Willkommenskultur für die Flüchtlinge.

  Antifa Demonstration in E2

 

Antifa Demonstration in E2

Um neue Spenden für unser Warehouse im Gate E1.5 zu holen, fuhren wir ins Camp in Elliniko. Das Refugeecamp in Elliniko ist ein ausrangierter Flughafen und Park der olympischen Sommerspiele. Die Flüchtlinge hausen in Baseball-, Hockey- und Basketballstadien. Das ehemalige Basketballstadion dient auch als gigantisches zentrales Spendenlager. Bei einem Rundgang kommt man nicht aus dem Staunen heraus. 

 

 

Riesige Lagerhalle in den Gängen des Basketball Stadions in Elliniko

Riesige Lagerhalle in den Gängen des Basketball Stadions in Elliniko

Bei einer Essensverteilung am Abend wurde das Essen nicht wie gewohnt vom Caterer geliefert, sondern von einer Kirche zubereitet. Das Essen kam in grossen Töpfen an und war nicht portioniert. Glücklicherweise hatten wir genug Schalen an Lager und alles verlief reibungslos. Die Leute, welche das Essen brachten waren extrem herzlich und das Essen war, wie zu erwarten, sehr sehr schmackhaft.

Selbstgekochtes Essen bei der Food Dstribution

Selbstgekochtes Essen bei der Food Dstribution

Gestern kam Michelle (Verantwortliche der "vulnerable cases") auf uns zu und hat uns für einen Transport angefragt. Deshalb haben wir heute zwei Männer im Rollstuhl in ein Hotel gebracht. Unser Van kommt für solche Auftäge wirklich häufig zum Einsatz und alle sind froh um unsere Hilfe. Deshalb haben wir uns auch entschieden einen zweiten kleineren Van kurzfristig zu mieten. Dieser wird nun vor allem für Lagertransporte beim Gate E1.5 aber auch für Notfälle gebraucht.

Am späteren Nachmittag hatten wir uns aufgrund der vielen verfügbaren Volunteers dazu entschieden, den Abend frei zu nehmen und an den Strand zu fahren. 

Bis bald!

Das Kune Aid Team

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